LAP Friedrichshain-Kreuzberg

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Susanne Ahrens

Kontaktdaten:
Camino
Scharnhorststrasse 5
10115 Berlin
Tel: 030-7862984
Email: www.camino-werkstatt.de www.lap-friedrichshain-kreuzberg.de
  Fördergebiet:
Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
Größe: 20,16 qkm
Einwohnerzahl: 259.075
Förderzeitraum: 10/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Die Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt erhöht sich bei den Bewohnerinnen und Bewohnern im Bezirk und es entsteht ein größeres Bewusstsein für Potenziale und Ressourcen aller Bevölkerungsgruppen und Einzelpersonen.
2. Es besteht weitestgehend Konsens über die Grundregeln des demokratischen Zusammenlebens innerhalb der und zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.

Handlungskonzept:
Das Handlungskonzept ist u. a. an den Ergebnissen der Kommunalanalyse "Demokratiegefährdende Phänomene in Friedrichshain-Kreuzberg und Möglichkeiten der Intervention" orientiert. Die Analyse hatte ergeben, dass in Friedrichshain-Kreuzberg alle Phänomene der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in unterschiedlicher Ausprägung anzutreffen sind, dass Islamismus existiert und die Problemfelder Ethnisierung sozialer Konflikte und ethnische Hierarchisierung feststellbar sind.
Die Zielrichtung ist daher: Abbau von Vorurteilen, Kennen- und Schätzenlernen anderer Kulturen und der Erwerb von Wissen. Demokratiefeindliche Einstellungen - insbesondere von Jugendlichen, sollen nachhaltig verändert werden - u. a. durch jugendgerechte Vermittlung von Wissen.
In diesem Bereich liegt daher der Schwerpunkt der für die 1. Förderphase bewilligten Projekte: Erarbeitung und Präsentation von Wissen zur Geschichte und Gegenwart im Bezirk durch und für Jugendliche, Durchführung von historischen und biografischen Projekten auch in Kooperation von freien Trägern und Schulen. Ein weiterer Schwerpunkt für das 1. Förderjahr ist die Bekanntmachung des Programms "VIELFALT TUT GUT." durch Erstellen öffentlichkeitswirksamer Produkte und Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen von und mit Jugendlichen.

Im 2. Förderjahr wird zusätzlich die Vernetzung aller im Bezirk relevanten Kräfte im Fokus stehen, die sich bereits für die Stärkung von Demokratie und Toleranz engagieren, um deren Einsatz zukünftig effektiver zu gestalten und der Entstehung von Parallelstrukturen entgegen zu wirken. Ein verbesserter und intensiverer Austausch dieser Akteurinnen und Akteure soll langfristig auch einen besseren Überblick über bisher nicht beteiligte Randgruppen schaffen. Anschließend sollen gemeinsame Schritte zur Ansprache und Einbindung dieser Randgruppen unternommen werden. Die verbesserte Vernetzung der genannten Akteurinnen, Akteure und Gruppen im Bezirk soll auch den Weg ebnen für gemeinsame neue Arbeitsformen, die eine effektive Fortsetzung der Arbeit auch über die Bundesförderphase hinaus ermöglichen. Für das 2. Jahr ist daher geplant, den Fokus auf Beteiligungsprojekte zu legen.
Im 3. Jahr stehen Evaluation und Nachsteuerung im Mittelpunkt.

Zielgruppen:
Alle Bevölkerungsgruppen (d. h. unterschiedliche Altersgruppen, verschiedene Ethnien etc.) Besonderes Augenmerk gilt folgenden Gruppen:
· Jugendlichen und jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, vor allem denen, die Jugendfreizeiteinrichtungen (JFE) im Bezirk besuchen
· Eltern, insbesondere mit Migrationshintergrund
· Bewohnerinnen und Bewohnern, die durch ihr Engagement in Vereinen, Initiativen, politischen Parteien, im Kulturbereich, religiösen Organisationen, in Wirtschaftsunternehmen (Fokus auf Klein- und mittelständische Unternehmen) zur Stärkung der Zivilgesellschaft und der Demokratieentwicklung im Bezirk beitragen.
· Schülerinnen und Schülern der unterschiedlichen Schultypen
· Frauen mit und ohne Migrationshintergrund
· Lehrerinnen und Lehrern aus den unterschiedlichen Schultypen
· Erzieherinnen und Erzieher aus Kitas und JFEs, Sozialpädagoginnen und -pädagogen, weitere Personen mit Multiplikatorfunktion
· Bildungsfernen Bewohnerinnen und Bewohnern, die bislang schwer für die Partizipation erreichbar waren

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Im Begleitausschuss vertreten sind Mitglieder der Steuerungsrunde, die im Rahmen des bezirklichen Demokratieprojektes gegründet wurde. Dazu gehören Vertreterinnen und Vertreter aus dem Beirat für Integration und Migration, der Bürgerinitiative gegen Rechts in Friedrichshain, des Runden Tisches der muslimischen Vereine, der Jüdischen Gemeinde in Friedrichshain-Kreuzberg, des Afrikarates und der arabischen Communities.
Darüber hinaus partizipieren auch Vertreterinnen und Vertreter der AG 78 nach § SGB VIII (Kinderring Berlin e. V.), des Bezirksschülerausschusses, der Galiläa-Samariter-Gemeinde, der Abteilung Jugend, der Abteilung Bildung und Kultur sowie die/ der Beauftragte für Integration und Migration, eine Schulrätin/ ein Schulrat und die im Bezirk verantwortliche Koordinatorin des Quartiermanagements.
Beratende Mitglieder sind: Vertreterinnen und Vertreter des Migrationsrates Berlin, des ADNB sowie der Bezirksbürgermeister, die Stadträtin für Finanzen, Bildung, Kultur und Sport und die Stadträtin für Jugend, Familie und Schule.