LAP Tempelhof-Schöneberg

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Michael Heimbach

Kontaktdaten:
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin
Abt. Familie, Jugend, Sport und Quartiersmanagement
JugSchS1
Breslauerplatz
10820 Berlin
Telefon 030-90277-3495
E-Mail  

www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/organisationseinheit/jugend-familie/vielfalt-tut-gut.html
  Fördergebiet:
Bezirk Tempelhof-Schöneberg
Größe: 53 qkm
Einwohnerzahl: 332.091
Förderzeitraum: 09/2007-12/2010

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Die Menschen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg achten, akzeptieren und respektieren andere Haltungen, Lebensentwürfe, Persönlichkeiten, Kulturen und Religionen.
2. Junge Menschen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg werden für die demokratische Entwicklung ihres Gemeinwesens sensibilisiert und beteiligen sich aktiv mit kleinen, demokratiefördernden Projektvorhaben.
3. Lokale Akteurinnen und Akteure, die sich für Toleranz und Demokratieförderung einsetzen, qualifizieren sich weiter, entwickeln innovative Projekte und bauen interkulturelle Netzwerkstrukturen in den Sozialräumen des Bezirks auf.
4. Schulen und soziale Einrichtungen arbeiten zusammen, um gezielt die Nachbarschaft so zu stärken, dass für die Entwicklung erfolgreicher Aktivitäten rechtsextremer Gruppierungen kein Raum bleibt.

Handlungskonzept:
Das Fördergebiet Tempelhof-Schöneberg ist geprägt durch eine große Vielfalt von Kulturen, Religionen und Lebensentwürfen. Diese Vielfalt soll in den Projekten sichtbar und als identitätsstiftend genutzt werden. Durch die unterschiedlichen Strukturen, Problemlagen und Ressourcen ergeben sich weitere Akzentuierungen.
Die Ressourcen, die durch das Zusammenwirken von Jugendarbeit und Grundschulen mit hohem Migrantenanteil an der Schülerschaft existieren, werden mobilisiert und durch Projekte aus dem Bundesprogramm bereichert, die methodisch auch non-verbale kreative Mitwirkungsmöglichkeiten eröffnen wie Tanz, Video, Theater.
In den Regionen, die bereits gute Ansätze von Kinder- und Jugendpartizipation entwickelt haben, wird an die vorhandene Ressource Demokratieerziehung/ außerschulische Bildung angeknüpft und mit den Inhalten des Bundesprogramms in Verbindung gebracht. Die Gebiete mit hohem Aussiedleranteil und mit relativ starker NPD-Wählerschaft sind identisch. In diesen Regionen sollen frühere Netzwerke wiederbelebt und die Räume durch interkulturelle Projekte besetzt werden.
Hauptzielgruppe sind Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien sowie benachteiligte Gruppen, die noch nicht rechten Gruppierungen anheim gefallen sind. Bei der Entwicklung der Projekte und bei der Präsentation der Ergebnisse soll versucht werden, möglichst viele Eltern zu erreichen. Ergänzend zu den Projekten gibt es einen Aktionsfond. Dieser wird zunächst zentral (2007) und im Verlauf des Programms dezentral eingerichtet, um Kleinstprojekte zu fördern.
Zu einzelnen Mitgliedern des Begleitausschusses sollen besondere Kontakte entwickelt werden, um weitere Akzente zu setzen.

Zielgruppen:

  • Kinder und Jugendliche unter Einbeziehung der Kitas und Grundschulen besonders in den Gebieten des Bezirks mit hohem Anteil an NPD-Wählern
  • Männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund (Aussiedler, türkische und arabische Jugendliche)
  • Weibliche Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund und unterschiedlicher religiöser oder nationaler Ausrichtung
  • Organisationen, Einrichtungen, Initiativen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Anwohnerinnen und Anwohner in den Stadtteilen, die sich örtlich in interkulturellen Netzwerken zusammengefunden haben oder Unterstützung hierbei suchen
  • Jugendliche, die sich in Schulen, Freizeitheimen, Kinder- und Jugendparlament, Bezirksschülerausschuss, Jugendorganisationen organisieren und sich für ein interkulturelles Miteinander, Demokratie und gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus engagieren bzw. engagieren wollen
  • Kinder, Jugendliche, Eltern, Anwohnerinnen und Anwohner aus benachteiligten Schichten, die sich trotz Ängsten und Vorurteilen noch nicht vollständig von unserem demokratischen Gemeinwesen abgewandt haben, aber gefährdet sind, mit extremistischen Gruppen zu sympathisieren oder Gefahr laufen, von diesen rekrutiert zu werden
  • Personen, Gruppen, junge Menschen, die Brücken bauen zwischen den Religionen, Kulturen und Lebensentwürfen

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Im Begleitausschuss partizipieren je eine Vertreterin bzw. je ein Vertreter der SPD, CDU, B90/ Die Grünen, FDP, der Grauen. Des Weiteren sind Vertreterinnen und Vertreter des Ämternetzwerkes (Schulamt), der Kiezoase Schöneberg e. V., des Vereins zur Förderung stadtteilnaher Volkshochschularbeit, des Nachbarschaftsheimes Schöneberg, von Jobmobil, des Vereins für betreuten Umgang e. V., von Kids e. V., des Jugendfreizeitheimes - Bungalow, der Schulstation Nahariyastraße, der ambulanten Hilfen Berlin Süd e. V., der Ev. Flüchtlingsseelsorge/ Füreinander leben gGmbH, der Ev. Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, des Bezirkselternausschusses/ Schule, der Initiative Rechtsextremismus in Tempelhof, von DITIB, des Bezirksschülerausschusses, des Wirtschaftsvereines Tempelhof, der Ev. Kirche Tempelhof und der Arbeitsgemeinschaft-Sport sowie aktive Bürgerinnen und Bürger beteiligt.

Weitere beratende Mitglieder (ohne Stimmrecht) sind: Die Stadträte für Jugend, für Schule, für Gesundheit, die Frauenbeauftragte, die Integrationsbeauftragte, eine weitere Vertreterin bzw. ein weiterer Vertreter des Bezirksschülerausschusses, des Kinder- und Jugendparlaments, des externen Vorortbüros Tempelhofer Forum sowie die bezirkliche Koordinierungsstelle.