LAP Marzahn-Mitte

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Inge Lohberger

Kontaktdaten:
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
Abteilung Jugend und Familie
Riesaer Str.94
12627 Berlin
Tel: 030-902936054
E-Mail:
 
www.vielfalt-in-marzahn.de
  Fördergebiet:
Bezirk Marzahn Hellersdorf von Berlin, Region Marzahn Mitte
Größe: 7,97 qkm
Einwohnerzahl: 43.971
Förderzeitraum: 01/2007-12/2009

Kurzbeschreibung:

Leitziele:

  1. Die Menschen in der Region gehen gewaltfrei und respektvoll miteinander um, achten andere Lebensweisen und Kulturen und leben Toleranz als Basis für ein friedliches Miteinander.
  2. Die Menschen in der Region sind aktiv an der Entwicklung einer demokratischen Kultur, demokratischen Strukturen und an demokratischen Entscheidungsprozessen im Gemeinwesen beteiligt.
  3. Kindertagesstätten, Schulen und Einrichtungen der Gemeinwesenarbeit agieren zusammen für Vielfalt und Demokratie gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.
  4. Lokale Akteurinnen und Akteure sind sensibilisiert für Erscheinungsformen jeglicher Art von Extremismus, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und demokratiegefährdenden Tendenzen, setzen sich aktiv mit solchen Erscheinungen auseinander und bauen Netzwerke auf.

Handlungskonzept:
Die lokalen Akteurinnen und Akteure entwickeln bestehende Netzwerke und Aktionsbündnisse weiter, befördern ihre Stabilisierung und agieren im Interesse einer hohen Effizienz und Nachhaltigkeit. Rahmenbedingungen für die Stärkung von Toleranz und Demokratie werden in diesem Sinne über größere Nähe und Strukturtransparenz zwischen örtlicher Trägerlandschaft, kommunaler Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürgern geschaffen.
Vielfältige Angebote der Jugend- und politischen Bildungsarbeit schaffen gewaltfreie Begegnungsräume auf gemeinsamer Interessengrundlage mit verschiedenen Jugendszenen und -kulturen.
Minderheitenperspektiven werden in die Planung und Gestaltung von Projekten einbezogen und Abschottungstendenzen unterschiedlicher Gruppierungen überwunden.

Die Einwohnerversammlung des Bezirksamtes wird auch dazu genutzt, den Menschen der Region das Bundesprogramm nahe zu bringen und Chancen sowie Mitgestaltungsräume des LAP transparent und erlebbar zu machen. Es finden generationsspezifische und generationenübergreifende Projekte statt. Zivilgesellschaftliche Initiativen führen eigenverantwortlich Projekte und Veranstaltungen durch, stärken die Akteurinnen und Akteure der sozialen Arbeit in der Region und unterstützen ein lebendiges Gemeinwesen für ein friedliches und tolerantes Zusammenleben aller Menschen im Stadtteil. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Funktion und Stellung werden ihrer besonderen Rolle bei der Sensibilisierung der Zielgruppen gerecht. Insbesondere Akteurinnen und Akteure im Bereich der sozialen Arbeit, öffentlichen Sicherheit und Bildung werden im Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen fortgebildet. Es werden Projekte und Veranstaltungen organisiert und durchgeführt, in denen sich die Menschen der Region offensiv mit jeglicher Form von Ausgrenzungsmechanismen und Opferperspektiven auseinandersetzen können.
Die lokale Koordinierungsstelle und der Begleitausschuss befördern die Entwicklung neuer Kooperationen und Aktionsbündnisse im Handeln für Toleranz und Demokratie und gegen Extremismus und Gewalt.

Zielgruppen:
Folgende Zielgruppen sollen innerhalb des Lokalen Aktionsplanes angesprochen und in seine Umsetzung einbezogen werden:

  • Kinder und Jugendliche (unter Einbeziehung der Kindertagesstätten und aller Schulen der Region, verschiedene Jugendkulturen, Jugendszenen im Fördergebiet, Schülersprecherinnen und -sprecher, Klubaktive etc.)
  • tatsächliche und potenzielle Opfer
  • Migrantinnen und Migranten, insbesondere Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler (Kinder, Jugendliche, Familien)
  • Eltern, Ehrenamtliche (insbesondere engagierte Menschen in Schulen, Kindertagesstätten, bei Freien Trägern, in kommunalen Einrichtungen)
  • Bürgerinnen und Bürger der Region (über Initiativen, Vereine etc.)
  • Sozialarbeiterinnen und -arbeiter, Pädagoginnen und Pädagogen, Erzieherinnen und Erzieher (Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der sozialen Arbeit)

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Jugendamtes, des Sozialamtes, des Bereiches Bildung, des Migrationsausschusses, des Quartiersmanagements und des Jugendhilfeausschusses. Des Weiteren wirken freie Träger aus der Berliner Trägerlandschaft sowie engagierte junge Menschen und ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Fördergebiet und auch die Migrantenbeauftragte und die Vertreterin der lokalen Koordinierungsstelle sowie die Präventionsbeauftragte mit.