LAP Lichtenberg

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Andreas Wächter

Kontaktdaten:
Koordinierungsstelle Lichtenberg-Mitte
Sewanstraße 43
10319 Berlin
Tel: 030-32598455
Email:  
www.koordinierungsstelle-lichtenberg.de
  Fördergebiet:
Lichtenberg-Mitte (Planungsräume: 22, 23, 25, 26, 27, 28)
Größe: 82,3 qkm
Einwohnerzahl: 33.674
Förderzeitraum: 01/2007-12/2009

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Kinder und Jugendliche verfügen über ein demokratisches Grundverständnis und lehnen Gewalt und Diskriminierung ab.
2. Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen kooperieren, um Jugendliche und Eltern zu stärken und um demokratische und partizipative Werte zu transportieren.
3. Bürgerinnen und Bürger gestalten ihren Kiez aktiv mit und sind in demokratischen Strukturen organisiert.

Handlungskonzept:
Seit mehreren Jahren steht Lichtenberg-Mitte, insbesondere der Weitlingstraßenkiez, in den Schlagzeilen aufgrund der Probleme mit dem Rechtsextremismus. Der Weitlingstraßenkiez ist ein verdichteter Wohn- und Aktionsraum von meist jugendlichen Rechtsextremen. Zivilgesellschaftliche Strukturen entwickelten sich langsam in den letzten Jahren. Der Bezirk Lichtenberg hat sich deshalb das Ziel gesetzt, durch die Umsetzung des Lokalen Aktionsplanes Lichtenberg-Mitte demokratisches Verhalten und zivilgesellschaftliches Engagement insbesondere bei Kindern und Jugendlichen zu stärken und Weltoffenheit und Toleranz noch stärker zu fördern.
Dazu sollen zivilgesellschaftliche Initiativen und Freie Träger eigenverantwortlich Projekte und Veranstaltungen zur Thematik durchführen. Insbesondere Akteurinnen und Akteure im Bereich der sozialen Arbeit, öffentlichen Sicherheit und Bildung sollen im Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen, Heranwachsenden und Eltern fortgebildet werden. Insbesondere letztere Gruppe wird die Sozialarbeit in den nächsten Jahren vor neue Herausforderungen stellen. In die Planung und Gestaltung von Projekten sollen Minderheitenperspektiven einbezogen werden. Gleichsam sollen Abschottungstendenzen unterschiedlicher Gruppen überwunden werden. Es werden Projekte und Veranstaltungen organisiert und durchgeführt, in denen sich die Menschen im Fördergebiet offensiv mit Formen von Ausgrenzungsmechanismen und Opferperspektiven auseinandersetzen können.
Die lokale Koordinierungsstelle und der Begleitausschuss befördern die Entwicklung neuer Kooperationen und Netzwerke im Handeln für Toleranz und Demokratie und gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.

Zielgruppen:
Aus der Problembeschreibung und den Leitzielen resultieren die Zielgruppen, die durch die Umsetzung des Lokalen Aktionsplanes erreicht werden sollen.
Die Schwerpunkte liegen bei:
· Kindern, Jugendlichen und deren Familien
· Jungen Erwachsenen aus "bildungsfernen" Milieus, die durch Gewaltbereitschaft auffallen
· Multiplikatorinnen und Multiplikatoren u. a. in Vereinen, Parteien, kulturellen Einrichtungen, Initiativen und Unternehmen, die zur Stärkung der demokratischen Bürgergesellschaft beitragen
· Migrantinnen und Migranten
· Pädagoginnen und Pädagogen
· Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern
· Potenziellen Opfern und Opfern von rechtsextremer Gewalt
· Rechtsextrem orientierten Jugendlichen, Heranwachsenden und Eltern

Zusammensetzung des Begleitausschusses:
In Lichtenberg-Mitte besteht der Begleitausschuss aus stimmberechtigten und beratenden Vertreterinnen und Vertretern des Jugendhilfeausschusses, des Forums Weitlingkiez, des Jugendamtes, der Polizei, Jugendlichen bzw. Vertreterinnen und Vertretern von Zwix - Regionale Servicestelle Jugendbeteiligung, der AG Planungsvernetzung, Lichtenberger Schulen sowie der Stadtteilmanagerin, der Migrationsbeauftragten und dem Bezirksstadtrat für Familie, Jugend und Gesundheit. Des Weiteren wirken auch beratende Mitglieder wie Vertreterinnen und Vertreter der Koordinierungsstelle, der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus, der Netzwerkstelle Lichtblicke, des Soziokulturellen Zentrums Friedrichsfelde, des Libezem sowie von Urban Consult im Begleitausschuss mit.