Aufruf des Bezirks Treptow-Köpenick:
Keinen Fußbreit Boden den Neonazis!

Unser Bezirk steht für ein tolerantes und friedliebendes Miteinander, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.
Doch am 3. Dezember 2005 wollen rechtsextremistische Kräfte ihn erneut mit einem Aufmarsch durch die Ortsteile Johannisthal und Niederschöneweide für ihre undemokratischen Zwecke und dumpfen Parolen missbrauchen.
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus des Bezirks Treptow-Köpenick und mit ihm viele engagierte Initiativen sowie die demokratischen Parteien finden es unerträglich, dass unser Bezirk immer häufiger zum Aktionsfeld von Rechtsextremisten wird. Wir wollen zeigen, dass die Verbreitung von rassistischer Propaganda und von Naziparolen nicht geduldet wird.
Zeigen Sie durch Ihre Teilnahme, durch eigene kreative Aktionen, dass wir gemeinsam gegen Neonazismus und Rassismus stehen!
Wir sind mehr - zeigen wir es bunt und lautstark auf der Straße!
Treffpunkt:  Sonnabend, 03. Dezember 2005, 10:30 Uhr Sterndamm Ecke Groß-Berliner-Damm

Aktuelle Informationen unter www.mbr-berlin.de
Unsere Themen
5. Berliner JugendFORUM
3. Dezember 2005 Abgeordnetenhaus Berlin:
Unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Abgeordnetenhauses Walter Momper findet am 3. Dezember das 5. Berliner JugendFORUM statt.
Neben Diskussionen zwischen Abgeordneten und Jugendlichen zu aktuellen Themen und einem interessanten Kulturprogramm wird die Präsentation von respectABel und CIVITAS geförderten Projekten im Vordergrund stehen.
30 Berliner Abgeordnete aller Fraktionen haben ihre Teilnahme bereits zugesagt.
online-Anmeldung noch möglich!
Es werden folgende Arbeitsgruppen angeboten:
  • Religion - Gibt es eine "neue Religiosität?"
  • Deutschland zwischen Terrorangst und innerer Sicherheit - Wo sind die Grenzen?
  • Frauen am Mikro, Männer an den Gitarrensaiten - Wer gibt den Ton an? Spielt die Geschlechterfrage in der Musikbranche noch eine Rolle?
  • Migration in Berlin - Wer wohin, wann und wie?
  • Was war noch mal Aids? - Über HIV und Prävention in Schule und Freizeit
  • Schule und Arbeitsmarkt - Wohin steuert unser Bildungssystem?
  • Freiwilliges Engagement - Worum geht es Jugendlichen heute?
  • Ein Jugendparlament in Berlin - Was ist das und wozu kann es gut sein?
  • Jung und Alt - Gemeinsam oder gegeneinander?
Zum JugendFORUM gehört ebenso ein interessantes Bühnenprogramm, das von einem Moderationspaar von Radio Fritz präsentiert wird. Ebenso mit dabei: Die Bands "Smith and Smart" und "Hund am Strand".
Kontakt: Berliner JugendFORUM, c/o wannseeFORUM, Hohenzollernstraße 14, 14109 Berlin, Tel. 030 - 806 80 0, Fax 030 - 806 80 88, wsf@wannseeforum.de. Projektkoordination: Jens Thomas (Tel. 030 - 806 80 19)
Das Projekt wird unterstützt vom Bundesprogramm CIVITAS und dem Landesprogramm respectABel
ausgewählte Presseartikel
Neonazis drängen nach Brandenburg
Rechtsextremisten wollen in Potsdam und Halbe aufmarschieren - die Polizei holt sich Verstärkung
Berliner Zeitung  31.10.2005

Rechte Kriminalität steigt weiter
Die schon seit Monaten zu beobachtende Zunahme rechter Straftaten beschleunigt sich weiter.
Tagesspiegel 03.11.2005

Weniger Geld für Demokratie
Amadeu Antonio Stiftung startet erneut "Aktionswochen gegen Antisemitismus". Es könnten die letzten sein. Denn Ende 2006 läuft das Förderprogramm Civitas aus
tageszeitung 04.11.2005

"Es finden mehr Aufmärsche statt denn je"
Trotz des Verbots durch den Innensenator existieren Kameradschaften informell wie gehabt, sagt Dominik Rinks vom Antifaschistischen Pressearchiv. In Berlin rückten zudem Kameradschaftsszene und NPD wieder enger zusammen
tageszeitung 05.11.2005

"Wir schaffen das auch"
Aktionsbündnis will Neonazi-Aufmarsch in der Lindenstraße in Halbe verhindern
Märkische Allgemeine 08.11.2005

Die Rechten sind längst da
Neonazis stehen auf Halbe und den Soldatenfriedhof - manche fühlen sich schon richtig heimisch
Berliner Zeitung 10.11.2005

Ein großes Bürgerfest statt des braunen Spuks
Mit einem „Tag der Demokraten“ soll Neonazi-Aufmarsch verhindert werden – im Gegensatz zu den Vorjahren machen diesmal alle Parteien mit
Tagesspiegel 10.11.2005


Eine Beruhigung, die noch keine ist
Der Koalitionsvertrag verspricht eine Verstetigung von Fördermaßnahmen gegen Rechtsextremismus, aber mit welchen Mitteln?
Mut gegen rechte Gewalt  11.11.2005

Kein Helden-Fest für Neonazis
Bloß keine halben Sachen: 2.000 BürgerInnen stoppen den Aufmarsch von 1.600 Neonazis in Halbe und feiern ein Fest der Demokratie. Die Rechten müssen ihre Kränze nach Hause schleppen - statt auf dem Soldatenfriedhof ihrer Helden zu gedenken
tageszeitung 14.11.2005

''Mit Floskeln gegen Rechtsextremismus''
GRÜNE kritisieren Koalitionsvertrag
Mut gegen rechte Gewalt 15.11.2005

Mehr versuchte Morde von rechts als bisher bekannt
Zwei jahrelang zurückliegende, lebensbedrohliche Gewalttaten mit rechtsextremem Hintergrund werden erst jetzt der Öffentlichkeit bekannt.
Tagesspiegel 16.11.2005

Spiegel besorgt über rechte Gewalt im Osten
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, hat sich besorgt über die Rechtsradikalisierung vieler Jugendlicher geäußert.
N24 16.11.2005


Die rechtsextreme Szene wird immer aggressiver
Verfassungsschutz besorgt über steigende Gewaltbereitschaft der Neonazis NPD wählt ehemaligen Kroatien-Söldner zum neuen Landeschef
Tagesspiegel 24.11.2005

''Das sind keine Hilflosigkeiten, sondern Absichtserklärungen''
Der Rechtsextremismus-Beauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Edathy, über die Lücken im rot-schwarzen Koalitionsvertrag
Mut gegen rechte Gewalt 25.11.2005

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Interessante Hinweise und Termine
Weiterbildungsangebote
04.-18.12.2005
Interkultureller Kurs zur Demokratiebildung in Europa und der arabischen Welt
Teil des Kurses ist u.a. die Ausbildung zum Betzavta-Trainer durch das ADAM-Institut Jerusalem, sowie Fragen der Konfliktlösung im interkulturellen/ interreligiösen Umfeld und der Demokratieförderung in Europa und der arabischen Welt.
Da der Kurs von der EU gefördert wird belaufen sich die voraussichtlichen Teilnahmekosten für deutsche Teilnehmende nur auf 170€ inkl. Unterbringung und Verpflegung.
Dazu werden 70% der Reisekosten (wenn von außerhalb Hamburgs) getragen.
Der Kurs wird von emyb durchgeführt, emyb ist die Abkürzung für european-mediterranean-youth-bridge, eine Plattform für junge Menschen aus Europa und den Ländern südlich des Mittelmeers.
emyb arbeitet für gesellschaftliche und politische Entwicklung in den Ländern des Nordens und des Südens. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem besseren Verständnis zwischen der islamischen Welt, Israel und den Balkanländern und ihren Nachbarstaaten in Europa.
Ausführliche Informationen zum Kurs finden sie hier.

07.12.2005
Der Nazis neue Kleider
Neonazis mit Piercings und Spitzbärten, bunten Haarsträhnen, oder im “Autonomen-Look”. Die bisherige Symbolik weicht poppigem Auftreten. So ist der Trend zu einem “normalen” Outfit zu verzeichnen, in dem Codes und Symbole allenfalls dezent getragen werden. Der glatt rasierte, mit Aufnähern überpflasterte Skin ist endgültig zum Klischeebild verkommen. Die Erscheinung ändert sich; die ideologischen Muster von Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus bleiben.
18:30 Uhr, Insel der Jugend, Alt-Treptow 6, Bus 166/265/365

Fördermöglichkeiten/Wettbewerbe

Förderwettbewerb „Junge Wege in Europa
Bis zum 15.12.2005 können sich Schüler- und Jugendgruppen aus Deutschland und Mittel- und Osteuropa, die ab dem 1. Mai 2006 ein gemeinsames Projekt durchführen möchten, beim Programm „Junge Wege in Europa“ um die Förderung ihrer gemeinsamen Projekte bewerben.
Projekte, deren Idee, Ziele und Gesamtkonzeption die Jury als generell förderungswürdig einstuft, werden zu einer Projektberatung vom 7. bis 9. April 2006 eingeladen. Hier können die Leiter eines Projektes ihr Projekt gemeinsam weiterentwickeln, sich zum Thema Projektmanagement weiterqualifizieren sowie weitere Projektideen und Projektleiter kennenlernen.
Fördermittel können beantragt werden für:

  • Vor- und Nachbereitungstreffen
  • Reisekosten
  • Aufenthaltskosten (incl. notwendiger Versicherungen, Eintrittsgelder etc.)
  • Projektdurchführungskosten (z.B. Arbeitsmaterial, Honorare)

Die gemeinsam ausgearbeiteten Projekte beziehen sich auf folgende Themenbereiche:

  • Mitmachen und Einmischen
  • Eigenes, Fremdes, Gemeinsames
  • Jugend und Arbeitswelt
  • Medien und Information
  • Gemeinsames Europa
  • Innovation und Experiment

Durch die Einordnung in die Themenbereiche soll die Zielsetzung der Projekte fokussiert werden: Stärkung der demokratischen, zivilgesellschaftlichen und/oder wirtschaftlichen Kompetenz der Jugendlichen sowie Förderung der Toleranz und des Partnerschaftsgedankens.
Die Kategorie „Innovation und Experiment“ ist für Projekte gedacht, die entweder neue methodische Herangehensweisen erproben und/oder neue, zukunftsweisende inhaltliche Impulse geben.
www.jungewege.de

denk!mal 2006 erinnern und gestalten - initiativen berliner jugendlicher
Das Abgeordnetenhaus von Berlin möchte mit dem Jugendprojekt „denk!mal“ Schülerinnen, Schüler und andere Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren unterstützen, die das Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus wach halten und sich für Toleranz und Verständigung in unserer Gesellschaft engagieren.
Vor 60 Jahren endete die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten in Deutschland. Leider sind auch heute noch Menschen bestimmter Religion oder ethnischer Herkunft sowie Homosexuelle und Behinderte Ziel von Gewalt und Feindseligkeiten. Das Abgeordnetenhaus von Berlin initiiert deshalb zum vierten Mal, anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2006, das Jugendprojekt „ denk!mal“.
Um das Erinnern lebendig zu gestalten, verbindet das Projekt „denk!mal“ Denken mit Machen. Unter dem Schlagwort mach!mal können Berliner Jugendliche ihre Ideen zum Thema in greif-, sicht- und hörbarer Form umsetzen und ihre Gedanken und Aktionen in den verschiedensten Formen präsentieren. Jugendprojekte, die sich mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzen, sowie gesellschaftspolitisch engagierte Initiativen gegen Rassismus und Rechtsextremismus sollen gewürdigt und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, ihre Arbeiten im Januar 2006 im Rahmen der Abschlussveranstaltung und einer damit verbundenen Ausstellung im Abgeordnetenhaus von Berlin zu präsentieren. Darüber hinaus wird jedes Projekt mit einem themenbezogenen Preis gewürdigt. Teilnehmen können Jugendliche, Schulklassen und Jugendgruppen bis zum Alter von 21 Jahren. Anmeldungen zum Jugendprojekt „denk!mal“ werden bis zum 16. Dezember 2005 unter folgender Adresse entgegengenommen:

Der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin
Walter Momper, Niederkirchnerstraße 5, 10111 Berlin
Tel.: (030) 23 25 10 61,- 1167, - 2010, - 2011
Fax.: (030) 23 25 10 68
E-Mail: Walter.Momper@parlament-berlin.de
www.denkmal-berlin.de

Jugendwettbewerb "Kriegskinder"

"…aber meine Hoffnungen richten sich auf die Zeit nach dem Krieg."

Dies schrieb Anne Frank am 8. Mai 1944 – genau ein Jahr vor dem Ende des Krieges in ihr Tagebuch. Dieses Ende hat sie nicht mehr erlebt. Ihr Tagebuch ist zu einem Dokument für die Nazi-Verbrechen geworden.
Es beschreibt aber auch die Hoffnungen, Wünsche, Träume eines jungen Mädchens. Auch in eurem Umfeld gibt es Menschen, die als Kind oder Jugendliche/r den Zweiten Weltkrieg überlebt haben oder erst vor kurzem aus einem Kriegsgebiet nach Deutschland geflohen sind.

  • An welche Ereignisse des Krieges erinnern sie sich?
  • Welche Ängste, Hoffnungen, Wünsche und Träume verbinden sie mit dieser Zeit?
  • Wie haben die Kriegserlebnisse ihr weiteres Leben geprägt?
  • Was denken sie heute über die erlebte Kriegszeit?

Befragt diese Menschen! Lasst sie erzählen, macht daraus einen Bericht, einen Film, eine Fotoreportage, ein Gedicht oder...
Der Hauptpreis ist eine Gruppenfahrt nach Berlin mit drei Übernachtungen und einem Empfang im Anne Frank Zentrum (für Gruppenbeiträge bis zu 25 Personen, für Einzelbeiträge bis zu 5 Personen).
Als weitere Preise gibt es tolle CD-, Buch- und Sachgeschenke.
Mitmachen kann jede/r zwischen 12 und 18 Jahren. Einsendeschluss ist der 31.12.2005. Schickt eure Beiträge und das ausgefüllte Teilnahmeformular bitte an das:

Anne Frank Zentrum
Stichwort "Wettbewerb“
Rosenthaler Straße 39
10178 Berlin
Flyer und Teilnahmeformular download
www.annefrank.de/wettbewerb/index2.htm

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Informationen im Internet
Dokumentation des vierten PraktikerInnentreffen zur Gewaltprävention
Das Landesjugendamt Brandenburg hat gemeinsam mit der  LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Brandenburg e.V. ein PraktikerInnentreffen vorbereitet und durchgeführt. Die zweitägige Fachtagung beschäftigte sich diesmal intensiv mit dem Thema: „Chancen und Grenzen im Umgang mit gewalttätigen/ gewaltbereiten jungen Menschen“. Die Texte der während des Treffens gehaltenen Referate und die Arbeitsergebnisse wurden in einer Broschüre zusammengefasst, die auf den Seiten des Landesjugendamts Brandenburg zum download angeboten werden . hier direkt zum dowwnload

Integrationsbeauftragte ernannt

Das Bundeskabinett hat am 29.11.05 Frau Prof. Dr. Maria Böhmer, Staatsministerin für Integration im Bundeskanzleramt, zur Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration bestellt. Prof. Dr. Maria Böhmer war bis November 2005 stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. In dieser Funktion betreute sie den Bereich Gesellschaftspolitik. Die Pädagogikprofessorin ist seit 2001 Bundesvorsitzende der Frauenunion und seit 1990 Bundestagsabgeordnete.
www.maria-boehmer.de

Gesetze im Internet
Fast alle Bundesgesetze sind ab sofort auch im Internet abrufbar. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) schaltete das Portal www.gesetze-im-internet.de frei. Damit stehen rund 5000 Gesetze und Rechtsverordnungen des Bundes kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung. Bislang war lediglich eine Auswahl von etwa 750 Texten abrufbar.
www.gesetze-im-internet.de

Geh denken! Aktiv gegen Antisemitismus und Rassismus
Die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. (ASF) betreibt derzeit eine Kampagne gegen Rassismus und Antisemitismus unter dem Motto "Geh denken!" und mit dem Motiv des ostdeutschen Ampelmännchens. Durch den Kauf von Ampelmännchen-Buttons, Schlüsselbändern und T-Shirts mit coolen Sprüchen können Sie Farbe bekennen und die ASF-Arbeit unterstützen. Machen Sie mit!
Infos und Bestellungen
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Veranstaltungshinweise

03.12.2005
Fachforum Wie weiter gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit?
Mit der Großen Koalition nicht nur in Brandenburg sondern jetzt auch auf Bundesebene verschieben sich die politischen Gewichte. Initiativen gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit fürchten, dass sie künftig weniger Chancen auf Fördermaßnahmen haben werden.
Eine kritische Bestandsaufnahme und die Diskussion der aktuellen Bedingungen im Kampf gegen Rechtsextremismus ist angesagt angesichts der Wahlergebnisse der NPD und DVU in Brandenburg und der öffentlichen Provokationen der Rechtsextremisten auf Brandenburgs Straßen und Plätzen – wie jüngst in Potsdam und Halbe.
Auf verschiedene Weise will sich das 7. Forum lokaler Initiativen in seiner Tagung dieser Fragestellung nähern und die künftige Arbeit überall in Brandenburg anregen.
Veranstalter: Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit
10:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Tagungshaus BlauArt, Hermannswerder 23, 14473 Potsdam
Programm und Kontakt (pdf-Datei, 182 kb)

07.12.2005
Standpunkte Jahrestagung 2005 - Demokratie stärken! Pädagogische Strategien zur Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus
Laut Verfassungsschutz verzeichnen wir in Berlin in diesem Jahr eine beachtliche Zunahme antisemitischer Straftaten. Seit Oktober gab es zahlreiche antijüdische Schmierereien an symbolträchtigen Orten im Stadtgebiet.
Das Phänomen des Antisemitismus begegnet uns heute auf vielfältige Art und Weise: als manifester Antisemitismus von einer kleinen Minderheit in anonymen Schmähschriften, in rechtsextremen Flugblättern und im Internet, im Zusammenhang von Holocaustleugnung und judenfeindlicher Propaganda, wir erleben ihn als Produkt eines islamistischen Fundamentalismus, als "linken Antisemitismus" oder als alltägliches Feindbild, geprägt teilweise durch Generationen, als alltägliches Vorurteil der Mehrheit gegen die Minderheit . Diese Vielfältigkeit seines Auftretens erfordert differenzierte Strategien zu seiner erfolgreichen Bekämpfung. Das Projekt "Standpunkte" hat 2005 "Demokratie stärken, pädagogische Strategien zur Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus" als Jahresthema bearbeitet und sich in einem ganzjährigen Veranstaltungszyklus - mit der Entwicklung neuer Unterrichtsmaterialien und der Ausbildung von Youth Leadern - der Aufgabe gestellt, neue pädagogische Strategien aufzuzeigen. Die Fachtagung knüpft an diese Erfahrungen und Ergebnisse an, stellt sie der interessierten Öffentlichkeit zur Diskussion und hat das Ziel der besseren Vernetzung demokratischer Akteure in und über die Schulen hinaus.
9.00 bis 16.00 Uhr
Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastr. 17, 10785 Berlin
Programm und Anmeldung (pdf-Datei, 84 kb)

08.12.2005
Chancen und Möglichkeiten der Zivilgesellschaft
Für das Funktionieren moderner Gesellschaften kommt neben den staatlichen Institutionen zunehmend auch der Zivilgesellschaft eine bedeutende Rolle zu. Dadurch werden hohe Erwartungen an zivilgesellschaftliche Organisationen gestellt. Was kann die Zivilgesellschaft leisten? Wie müssen zivilgesellschaftliche Strukturen gefördert werden, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden?
Auch im Hinblick auf das Erstarken rechtsextremer Tendenzen in den neuen Bundesländern und der Frage, mit welchen Strategien diesen Entwicklungen langfristig entgegenzuwirken ist, wird zivilgesellschaftliches Engagement gefordert und gefördert. Auf die Akteure vor Ort wird gesetzt und sie stellen sich diesen Anforderungen in vielen Orten.
Was sich hinter dem vielseitigen Begriff Zivilgesellschaft verbirgt, bzw. in welcher Beziehung staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure stehen, soll während der Tagung aus unterschiedlicher Perspektive beleuchtet und in der anschließenden Diskussion bewertet werden.
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit KOWA, Europauniversität Viadrina im Rahmen des Projektes „Bunt statt braun“ der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg statt und wird durch die Landeszentrale für politische Bildung und CIVITAS gefördert.
10:00 bis 17:00 Uhr, Europa-Universität Viadrina, Große Scharrnstraße 59, 15230 Frankfurt (Oder)
zum Programm

09.12.2005
Neue Entwicklungen des Rechtsextremismus: Internationalisierung und Entdeckung der sozialen Frage
Rechtsextremismus ist eine Bedrohung der Demokratie, auch wenn rechtsextreme Parteien bei den vergangenen Bundestagswahlen keine Rolle gespielt haben. Denn bedrohlicher noch als die von öffentlichen Stimmungskonjunkturen abhängigen Wahlergebnisse rechter Parteien sind die Verankerung rechtsextremer Einstellungsmuster in Bevölkerungsteilen und Regionen sowie die inhaltliche wie organisatorische Neuaufstellung rechtsextremer Gruppierungen. Zu den wichtigsten jüngeren Entwicklungen im Rechtsextremismus zählen die Internationalisierung der Szene und die Betonung der sozialen Frage: Die grenzüberschreitende Vernetzung insbesondere über das Internet stellt eine neue Qualität rechter Netzwerke da und bedeutet eine neue Herausforderung der Demokratien.
Den beiden Phänomenen Internationalisierung und Entdeckung der sozialen Frage widmet die Friedrich-Ebert-Stiftung im Rahmen ihres neuen Projekts "Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus" eine internationale Konferenz.
Es diskutieren u.a.: Kerstin Griese, MdB, Vors. des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Norbert Bischoff, MdL, parl. Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, Artur Hertwig, Bundesamt für Verfassungsschutz, Dr. Thomas Grumke, Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Fachhochschule des Bundes, Dr. Nigel Copsey, University of Teesside, Middlesbrough, Cas Mudde, Ph.D., Universität Antwerpen, Prof. Zdenek Zboril, Karls-Universität, Prag.
10:00 bis 21:00 Uhr, Forum Berlin, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin
Einladung (pdf-Datei, 139 kb)

15.12.2005
Rechtsextremismus in Karlshorst?! - Analyse und Handlungsmöglichkeiten
Die Initiative gegen Rechtsextremismus in Karlshorst lädt ein zu einem Erfahrungsaustausch über die Situation und die neuesten Entwicklungen im Bereich Rechtsextremismus in Karlshorst. Auf der Veranstaltung berichten Betroffene von rechtsextremen Übergriffen und es werden verschiedene Wahrnehmungen zusammengetragen und analysiert.
Veranstalter: Initiative gegen Rechtsextremismus in Karlshorst, Licht-Blicke, MBR
Ort: Ev. Gemeinde Zur Frohen Botschaft, Weseler Str. 6, 10318 Berlin-Karlshorst
E-Mail: netzwerk-lichtenberg@gmx.de

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